Star Wars Reads Day

„Möge die Macht mit euch sein“ heißt es am 15.12. auch in Husum, wenn bundesweit der neue Star-Wars-Film „Rogue One“ in den Kinos startet.

Außergalaktisch: Der Star Wars Reads Day! Bei uns aber ohne Vorlesen.

Außergalaktisch: Der Star Wars Reads Day!
Bei uns aber ohne Vorlesen.

Aus diesem Anlass findet in der Stadtbibliothek, natürlich ebenfalls am 15.12., der „Star Wars Reads Day“ statt. Lasst euch von der geballten Macht all unserer Star-Wars-Bücher in einer Gesamtausstellung überraschen! Außerdem gibt es Rätsel in den Schwierigkeitsstufen „Jedi“ und „Padawan“ und die Chance auf kleine Preise für Fans.

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Literaturgruppe

Am Montag, 6. Februar 2017, bespricht die Literaturgruppe ab 17.00 Uhr in der Bibliothek das Buch „Kindeswohl“ von Ian McEwan.

Interessierte sind herzlich willkommen.

"Kindeswohl" von Ian McEwan

„Kindeswohl“ von Ian McEwan

Ian McEwan: Kindeswohl. Roman. Aus dem Englischen von Werner Schmitz.

Diogenes, Zürich 2016.

Der Verlag schreibt über das Buch: „Familienrecht ist das Spezialgebiet der Richterin Fiona Maye am High Court in London: Scheidungen, Sorgerecht, Fragen des Kindeswohls. In ihrer eigenen Ehe ist sie seit über dreißig Jahren glücklich. Da unterbreitet ihr Mann ihr einen schockierenden Vorschlag. Und zugleich wird ihr ein dringlicher Gerichtsfall vorgelegt, in dem es um den Widerstreit zwischen Religion und Medizin und um Leben und Tod eines 17-jährigen Jungen geht.“

Lesetipp des Monats November – Geschichten

Matthias Brandt: Raumpatrouille. Geschichten.

Kiepenheuer & Witsch, Köln 2016.

"Raumpatrouille" von Matthias Brandt

„Raumpatrouille“ von Matthias Brandt

Der bekannte Schauspieler und Politikersohn hat sein erstes Buch geschrieben, ein Debüt mit 14 Geschichten. In der Ich-Perspektive ist es die abenteuerliche und rätselhafte Welt eines etwa 10jährigen Kindes. Diese Kindheit ist in der damaligen Schaltzentrale der Macht, in Bonn, angesiedelt und der Vater ist Bundeskanzler. Der Autor, Jahrgang 1961, berichtet von den gelangweilten Wachleuten, die auf dem Grundstück ihren Dienst tun, von der aufregenden Mondlandung im Jahr 1969  und von einem netten älteren Ehepaar Lübke in der Nachbarschaft, das ihn regelmäßig zum Kakaotrinken einlädt. Ihm ist bewusst, dass sein Vater einen „komischen Beruf“ hat. Der Erzähler möchte so sein wie seine Mitschüler und beteiligt sich wie sie an den Hänseleien eines Außenseiters, denn „es war die einfachste Art, zu sein, wie die anderen, und das war mein brennendster Wunsch“. Deshalb ist er begeistert von einer Übernachtung bei der Familie eines Schulfreundes, wo man abends Wim Thoelke im Fernsehen sieht und dazu Streichkäse mit aufgefächerter Gurke verzehrt.

Aus seiner Perspektive erzählt das Prominentenkind von einem hohlen Jahrmarktsbesuch mit den Eltern, der nur für die Presse inszeniert wird. Ebenfalls für die Öffentlichkeit veranstaltet ein Arbeitskollege, Herr Wehner, einen Fahrradausflug mit dem Vater, wohl kalkulierend, dass der Bundeskanzler das Fahrradfahren nicht beherrscht und die Tour zu einem Fiasko wird. Ob der Junge wirklich Matthias Brandt ist, lässt der Autor im Unklaren, denn „Alles, was ich erzähle, ist erfunden. Einiges davon habe ich erlebt. Manches, von dem, was ich erlebt habe, hat stattgefunden“. Die Menschen und Szenen in den größtenteils humorigen Geschichten sind gut beobachtet, distanziert und feinsinnig beschrieben.

Ein vergnüglicher Leckerbissen nicht nur für Leser, die sich an die Bonner Republik erinnern.

Auguste Carstensen-Lenz

 

Clownszirkus

Am Sonnabend, 19. November, präsentiert das Theater Pulcinella aus Hamburg (www.theater-pulcinella.de) im Dachgeschoss der Stadtbibliothek das Stück „Clownszirkus“ für große und kleine Zuschauer/innen ab 3 Jahren.

(c) Alexander El-Jarad

(c) Alexander El-Jarad

Um 15.30 Uhr hebt sich der sprichwörtliche Vorhang und lädt das Publikum zum Mitfiebern, Mitlachen und Mitmachen ein:

Die Clowns Picoletta und Smartie haben sich verlaufen, sie sind auf der Suche nach ihrem Zirkus. Bei ihrer Suche treffen sie in der Stadtbibliothek sicherlich auf ganz viele Kinder – eine gute Gelegenheit für eine Zirkusvorstellung. Es wird alles geboten: Jonglage, ein dressierter Floh, Zaubern, Akrobatik, Musiker und natürlich jede Menge Clownerie!

Eintrittskarten sind zum Preis von 2 Euro pro Person in der Bibliothek erhältlich.

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Diese Veranstaltung findet im Rahmen der 33. landesweiten Kinder- und Jugendbuchwochen statt und wird von der Nospa Jugend- und Sportstiftung unterstützt.

Kinder- und Jugendbuchwochen 2016

Vom 14. bis zum 27. November finden in Schleswig-Holstein die 33. landesweiten Kinder- und Jugendbuchwochen statt. Auch in Husum gibt es wieder viele Lesungen für Schulklassen, bei denen in diesem Jahr Reisen, geheimnisvolle Pakete und (Zeit-)Akrobatik im Mittelpunkt stehen.

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Zum Auftakt lädt Fabian Lenk (www.fabian-lenk.de) bei seiner Lesung am 14. November die Zuhörer ein, mit seiner Hit-Serie „Die Zeitdetektive“ auf Zeitreise zu gehen. Oder soll es lieber eine abenteuerliche Expedition zu Jules Vernes geheimnisvoller Insel „Krypteria“ werden? Vergangenheit und Gegenwart verknüpft Maja Nielsen (www.majanielsen.com) in ihrer Sachbuch-Reihe „Abenteuer!“ und erforscht am 16. mit ihrem Publikum die Geheimnisse des Mount Everest. Vorhang auf für (Wort-)Akrobatik heißt es am 17.: Arne Rautenberg (www.arnerautenberg.de) präsentiert seine jüngst mit dem Josef-Guggenmos-Preis ausgezeichneten Gedichte für Kinder. Erneut auf Zeitreise geht es mit Holly-Jane Rahlens (www.holly-jane-rahlens.com) am 21. – und zwar in einer Kombi-Lesung sowohl in die Zukunft („Blätterrauschen“: 23. Jahrhundert) als auch in die Vergangenheit („Federflüstern“: mit Mark Twain in Berlin, 1891). Eine halbe Weltreise plant Simak Büchel (www.simakbuechel.de) am 23. und entführt seine Zuhörer „Im Auftrag von Bogumil“ erst Richtung Schweden und dann mindestens bis nach Südamerika. Den Schlusspunkt setzt Charlotte Habersack am 24. ganz realistisch und auf dem Boden der Tatsachen mit „Pippa Pepperkorn“, um anschließend durch das Paket mit der rätselhaften Aufschrift „Bitte nicht öffnen – Bissig!“ die Welt noch einmal ganz gewaltig auf den Kopf zu stellen.

Das Theater Pulcinella aus Hamburg (www.theater-pulcinella.de) präsentiert am 19. November um 15.30 Uhr im Dachgeschoss der Stadtbibliothek das Stück „Clownszirkus“ für Kinder ab 3 Jahren. Eintrittskarten sind zum Preis von 2 Euro pro Person in der Bibliothek erhältlich.

Auch während der Kinder- und Jugendbuchwochen findet dienstags von 15.30 bis 16.15 Uhr wie gewohnt der Husumer Lesespaß für Drei- bis Sechsjährige statt.

In einer Buchausstellung laden die für den Deutschen Jugendliteraturpreis (Startseite: www.jugendliteratur.org/deutscher_jugendliteratur-2.html) 2016 nominierten Titel und auch eine Buchauswahl der gastierenden Autorinnen und Autoren zum Stöbern und Entdecken ein.

Die Kinder- und Jugendbuchwochen werden in Husum von der Nospa Jugend- und Sportstiftung unterstützt.

Lesetipp des Monats November – Roman

Robin Black: Porträt einer Ehe. Roman. Aus dem Amerikanischen von Brigitte Heinrich.

Luchterhand, München 2016.

"Porträt einer Ehe" von Robin Black

„Porträt einer Ehe“ von Robin Black

Der schlichte Titel lässt nicht unbedingt vermuten, dass sich in diesem Ehe-Roman eine tiefsinnige, sprachlich ausgefeilte und atmosphärisch dichte Geschichte der amerikanischen Autorin verbirgt. Das Künstlerpaar Gus (sie ist Malerin) und Owen (er ist Schriftsteller) ziehen, finanziell saniert nach einer Erbschaft, aus dem quirligen Philadelphia in ein einsam gelegenes Häuschen auf dem Land, um zurückgezogen ihrem kreativen Schaffen nachzugehen. Außerdem wollen sie einen Neubeginn miteinander versuchen: Gus hat mit einer (mittlerweile beendeten) Affäre ihren Mann tief verletzt, doch beide wollen ihre Ehe retten. Owen leidet unter einer Schreibblockade, was die Situation für beide erschwert, zumal Gus ihrerseits neue kreative Impulse findet.

Als in der Nachbarschaft Alison einzieht, entwickelt sich zwischen Gus und ihr eine vertrauensvolle Freundschaft, auch wenn die kontaktfreudige Nachbarin die Ruhe der beiden Künstler durchbricht. Die Besuche durch Alisons Tochter Nora, die schriftstellerische Ambitionen hat und mit ihrer Bewunderung und Aufmerksamkeit Owen einzuwickeln versteht, lassen die scheinbare Idylle zerbrechen.

Dass die Erzählung mit dem Tod Owens beginnt, lässt erahnen, dass es um mehr als eine Liebesgeschichte geht: Freundschaft, dysfunktionale Familien, Vertrauen und Selbstreflexion – die Autorin beleuchtet und beschreibt die Emotionen sehr genau. Ein nachdenkliches und schönes Buch – gerne empfohlen!

Susanne Luther-Feddersen

FotoAquarelle

Vom 3. November 2016 bis zum 31. Januar 2017 läuft in der Stadtbibliothek die Ausstellung „FotoAquarelle“ von Reinhard Witt (www.rwitt-fotografie.com).

ausstellung-witt-plakat-mit-textFotoAquarelle – so nennt Reinhard Witt seine Fotografien.

Fotografien? Sind das wirklich Fotos? Oder Zeichnungen, Gemälde? Der Übergang ist fließend.

Reinhard Witt geht es bei diesen Arbeiten nicht um Dokumentation oder naturgetreue Abbildung der Wirklichkeit. Da der Fotograf für sich in Anspruch nimmt, als Maler zu arbeiten – denn fotografieren heißt Malen mit Licht – nimmt er sich die Freiheit, seine Bilder wie ein Maler sehr subjektiv zu gestalten.

Lange Belichtungszeiten zwingen den Fotografen dazu, sich Zeit zu nehmen. Die Motivauswahl ist sehr konzentriert, und so entsteht an einem Tag selten mehr als ein gutes Bild oder auch nur die Skizze dazu. Seine Motive findet Reinhard Witt meistens an der Nordsee. 2007 sind die ersten Bilder in dieser Sammlung entstanden, und ebenso lange vermittelt der Dipl.-Fotodesigner seine Arbeitsweise als Dozent am IBKK-Kunstzentrum in Bochum und in diversen Foto-Workshops.

Reinhard Witt hat Fotodesign an der Fachhochschule Dortmund studiert, u.a. bei den Professoren Harald Mante und Walter Sack. Er arbeitet bundesweit für Kunden aus Werbung und Industrie, sowie für private Kunden im Bereich Hochzeit und Portrait. Reinhard Witt lebt und arbeitet seit 2014 in Husum.

Die Ausstellung wird am Donnerstag, 3. November, um 19.00 Uhr eröffnet.

Interessierte sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.