Literaturgruppe

Am Montag, 14. September 2015, bespricht die Literaturgruppe ab 18.30 Uhr in der Bibliothek das Buch „Die Elster auf dem Galgen“ von John Vermeulen.

Interessierte sind herzlich willkommen.

"Die Elster auf dem Galgen" von John Vermeulen

„Die Elster auf dem Galgen“ von John Vermeulen

John Vermeulen: Die Elster auf dem Galgen. Ein Roman aus der Zeit Pieter Bruegels. Aus dem Niederländischen von Susanne George.

Diogenes, Zürich 1995.

Der Verlag schreibt über das Buch: „Ein Knabe ist heimlicher Zuschauer bei einer grausigen Szene: Menschen werden von den Schergen der spanischen Inquisition an den Galgen geknüpft, eine Meute Schaulustiger feiert die Hinrichtung. Der Junge hält den Eindruck in einer Skizze fest, und Jahre später wird ein weltberühmtes Bild daraus hervorgehen: ›Die Elster auf dem Galgen‹. Schon in jungen Jahren hat der niederländische Maler Pieter Bruegel Verdacht und Aufmerksamkeit der Obrigkeit erregt. Für seine Spottzeichnungen wird er in den Kerker geworfen. Aber man erkennt auch seine Begabung: Kardinal Granvelle, der einflussreiche Statthalter Philipps II. von Spanien, lässt ihn in der Antwerpener Werkstatt von Pieter Coecke zum Maler ausbilden. Und fortan liegt Pieters Leben ganz in der Hand des grausamen Kirchenfürsten, der im Hintergrund die Fäden zieht. Ein Roman, der fundiert und ungemein anschaulich mitten hineinführt in das Leben und Werk des Pieter Bruegel und in die turbulenteste und grausamste Epoche der niederländischen Geschichte. Er verdient den Vergleich mit de Costers ›Geschichte vom Ulenspiegel‹.“

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FerienLeseClub – Schulbesuche

"Kann man die gewinnen?" - Die FLC-Tasche findet bei den Fünftklässlern viele Freunde

„Kann man die gewinnen?“ – Die FLC-Tasche findet bei den Fünftklässlern viele Freunde

Der Sommer kündigt sich an – so auch der FerienLeseClub (FLC): im Juni haben in Husum alle 5. Klassen Besuch aus der Bibliothek bekommen. Mit FLC-Tasche, Büchern und Infomaterial stellte ihnen Diplom-Bibliothekarin Susanne Luther-Feddersen den FerienLeseClub vor, der in der Stadtbibliothek am 13. Juli startet. Das beliebte landesweite Leseförderungsprojekt für die Sommerferien gibt es in Husum bereits zum 7. Mal. Wie immer stellt die Stadtbibliothek eine spezielle Auswahl an Ferienlektüre zusammen, die für Clubmitglieder reserviert ist.

Mehr Infos zum FerienLeseClub in der Stadtbibliothek Husum gibt es dann hier im Blog – pünktlich zum FLC-Start!

Lesen fesselt – Schreiben befreit

Am Sonnabend, d. 27. Juni, findet die diesjährige Lesung des Freien Deutschen Autorenverbandes Hamburg / Schleswig-Holstein in der Stadtbibliothek Husum statt.

FDALesung2015Autorinnen und Autoren aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Nord-Niedersachsen lesen Texte zum Thema „Lesen fesselt. Schreiben befreit“ – breit gefächert von mittelalterlichen Kurzkrimis und anderen Kurzgeschichten bis hin zu nachdenklich-hintersinnigen Gedichten.

Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung beginnt um 15.30 Uhr und dauert bis ca. 17.30 Uhr. Eingeplant ist eine ca. 20-minütige Pause.

Begleitend zur Lesung gibt es eine Zusammenstellung von „Büchern für Autoren“ – rund um Sprache, Schreiben, Layout, Verlagssuche und Veröffentlichung.

Lesetipp des Monats Juni – Roman

Nino Haratischwili: Das achte Leben (für Brilka). Roman.

Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 2014.

"Das achte Leben (für Brilka)" von Nino Haratischwili

„Das achte Leben (für Brilka)“ von Nino Haratischwili

Die junge Autorin, 1983 in Tiflis geboren, lebt als Theaterregisseurin, Dramatikerin und Romanautorin in Hamburg. Mit dieser fulminanten Familiensaga legt sie ihren dritten Roman vor.

Und was für ein Roman!

Sehr schnell vergisst man als Leser, dass der Roman beinahe 1300 Seiten umfasst, denn diese ungewöhnliche Familiengeschichte bietet wunderbar fesselnde, poetische und mit viel Zeitgeschehen begleitete Geschichten einer georgisch-russischen Familie, die vom Jahr 1900 bis in die Gegenwart reicht.

Die 1973 geborene Ich-Erzählerin Niza erzählt ihrer jungen Nichte Brilka, die nach einer Reise in den Westen nicht mehr nach Tbilissi in Georgien zurückkehren möchte und von Niza aufgespürt wird, die Geschichte ihrer Familie, die mit dem Ururgroßvater, einem Schokoladenfabrikanten, ihren Anfang nimmt.

Die Autorin lässt Niza zwar chronologisch von den miteinander verknüpften Schicksalen zunächst im zaristischen, dann sozialistischen Umfeld Russlands und Georgiens inmitten von Kriegs- und Revolutionswirren berichten, doch hin und wieder wird andeutungsweise der Bogen in die Gegenwart gespannt. Welchen Einfluss haben lange zurückliegende Ereignisse, Dramen, Schicksalsschläge auf die Gegenwart, auf das Leben Nizas, die nach der Auflösung der UDSSR ihre Familie verlässt und nach Berlin auswandert und auch auf das der zwölfjährigen Brilka?

Acht Leben werden – miteinander verwoben – erzählt: Der Ururgroßvater mit seiner geheimnisvollen Schokoladenrezeptur, die liebevolle, gespenstersehende Urgroßmutter Stasia, die geheimnisvolle, schöne Urgroßtante Christine, der linientreue, strenge Großvater Kostja, die abtrünnige Tante Kitty, erfolgreiche Sängerin im dekadenten Westen, die so häufig abwesende Mutter Elene, die bevorzugte Schwester Daria. Und natürlich auch Nizas Weg sowie Brilkas Geschichte, die erst ihren Anfang nimmt, müssen erzählt werden.

Unbedingt lesen! Für mich gehört  „Das achte Leben“ zu den besten Büchern, die ich in den letzten Jahren gelesen habe.

Susanne Luther-Feddersen

 

Mit Fotos durch die Bibliothek

Unsere Stadtbibliothek hat nicht nur ein vielseitiges Medienangebot, sondern überzeugt auch mit ihrem Einrichtungskonzept: Das findet auch die Büchereizentrale Schleswig-Holstein und hat unsere Bibliothek als Beispiel für eine gelungene Gesamtplanung auf ihrer Homepage dargestellt. Aus diesem Anlass war im Winter 2014/2015 der Fotograf Jens Sauerbrey bei uns zu Gast, um viele interessante Fotos aus ungewöhnlichen Blickwinkeln aufzunehmen. Eine Auswahl seiner Impressionen haben wir zu einem kleinen Bibliotheksrundgang zusammengestellt: Hereinspaziert und herzlich willkommen in der Bibliothek!

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Der Blick in die Tiefe: Durch die Glastür hereingekommen sehen Sie gleich die Ausleihtheke (rechts). Geradeaus geht es zu den Medien.

 

JWP_0024Im Broschürenregal liegen nicht nur Programme und Flyer anderer Husumer Institutionen aus, sondern auch viele Infos zu den Dienstleistungen und Veranstaltungen der Stadtbibliothek.

JWP_0005Neben der barrierefreien Rampe zur unteren Ebene der Bibliothek finden Sie die Hörbücher für Erwachsene und Jugendliche (im Drehständer).

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JWP_9741Panoramablick auf die Hörbücher (vorne), die Musikabteilung (Mitte) und die Kinderbibliothek (hinten).

 

 

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Zeitschriftenabteilung: Die neueste Ausgabe kann nur in der Bibliothek gelesen werden; die übrigen Hefte „verstecken“ sich hinter den Klappen und sind ausleihbar. Außerdem finden Sie hier mehrere Tageszeitungen.

JWP_9875Neben gemütlichen Lese-Ecken stehen Ihnen in der Stadtbibliothek ein Schreib-Computer und vier Arbeitsplätze mit Internet-Zugang zur Verfügung. Die Internet-Nutzung an diesen Plätzen ist kostenpflichtig.

Für die kostenlose Recherche in unserem Medienkatalog finden Sie gesonderte Stationen in der Bibliothek verteilt.

 

JWP_9696Im Obergeschoss warten die Romanabteilung für Erwachsene und die Jugendbibliothek …

 

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… außerdem mehrere Sachbuchabteilungen sowie die Infothek mit Nachschlagewerken und Lernhilfen ab Klasse 5.

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Auch hier gibt es genug Platz, um ganz in Ruhe in den Büchern zu stöbern oder in der Bibliothek zu arbeiten.

 

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Fehlt nur noch der Panoramablick ins Dachgeschoss:

Hier gibt es Lesungen, Vorträge und Theateraufführungen …JWP_9547

 

… zum Beispiel jedes Jahr im November bei den Kinder- und Jugendbuchwochen.

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Zurück im Erdgeschoss: Blick auf die neuen Sachbücher neben der Ausleihtheke (links) und die Spielfilme für Erwachsene und Jugendliche (rechts).

Wie schade – schon wieder beim Ausgang? Na dann: Besuchen Sie uns bald wieder, wir freuen uns auf Sie!

 

 

 

Lesetipp des Monats Juni – Sachbuch

Bastian Obermayer: Gott ist gelb – wie der ADAC Deutschland belügt.

Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek bei Hamburg 2014.

"Gott ist gelb" von Bastian Obermayer

„Gott ist gelb“ von Bastian Obermayer

Es begann mit den Enthüllungen über Manipulationen bei der Wahl zum „Lieblingsauto der Deutschen“. In der „Süddeutschen Zeitung“ machte der Investigativ-Journalist die Machenschaften der ADAC-Funktionäre bekannt. Wochenlang wurden seine Recherchen als Lügen abgetan und lächerlich gemacht, doch dann mussten einige Spitzenleute zurücktreten. In seinem anschließend veröffentlichten Buch bewies Bastian Obermayer, dass dieser Skandal nur die Spitze eines Eisberges war. Aus dem Pannenhilfeverein von einst ist ein Milliardenkonzern mit 44 Tochterfirmen und 18 weitgehend selbständigen Regionalclubs geworden. Geführt wird er von Managern, die aufgrund der Vereinsstruktur eine große Machtfülle besitzen und ihre Macht gegenüber Politikern einsetzen und missbrauchen. Der Leitspruch des Vereins lautet zwar „Im Mittelpunkt das Mitglied“, doch die 19 Millionen Mitglieder werden getäuscht und abgezockt. Auf ihre Kosten konnte der Gewinn für die Funktionäre Jahr für Jahr gesteigert werden. Mit welchen Mitteln die Manager arbeiten – das macht der Autor in vielen Beispielen deutlich. Für seine Recherchen erhielt er anonyme Hinweise und traf sich heimlich mit den Informanten. Nachfragen beim Konzern blieben jedoch unbeantwortet, als Verein sei man nicht zur Auskunft verpflichtet.

Bastian Obermayer gibt auch praktische Tipps, z.B. wie man rechtzeitig zu günstigeren Tarifen kommt oder andere Anbieter findet. Denn um einen Pannendienst in Anspruch zu nehmen, muss man nicht Mitglied im ADAC sein.

Haben die Veröffentlichungen zu Konsequenzen geführt? Auf dem Höhepunkt der Vertrauenskrise 2014 kündigte der ADAC an, sich zukünftig von Rubbel- und Gewinnspielen zu verabschieden. Im Mai 2015 analysiert der Autor in der SZ die versprochene Erneuerung und bemerkt „der ADAC lässt noch immer rubbeln“.

Auguste Carstensen-Lenz

Regionalkonferenz Bibliotheksgesetz

Am Donnerstag, 2. Juli 2015, findet um 18.00 Uhr in der Stadtbibliothek Husum eine von vier Regionalkonferenzen zum Bibliotheksgesetz in Schleswig-Holstein statt. (Hier geht es zur Nachberichterstattung im Bibliotheksblog)

RegionalkonferenzHusumDie Landesregierung Schleswig-Holsteins erarbeitet zurzeit ein Bibliotheksgesetz, mit dem die Bibliotheken im Land erstmals über eine eigenständige gesetzliche Grundlage verfügen werden. Im Vorfeld richtet das Ministerium für Justiz, Kultur und Europa in Zusammenarbeit mit Bibliotheken vor Ort im Juni und Juli 2015 vier Regionalkonferenzen aus, auf denen anhand eines Eckpunktepapiers das geplante Bibliotheksgesetz mit Kulturministerin Anke Spoorendonk diskutiert werden kann.

Das Eckpunktepapier fasst grundsätzliche Aussagen zur Struktur und Finanzierung des Bibliothekswesens, zur Bedeutung der Bibliotheken in Schleswig-Holstein und zum geplanten Bibliotheksgesetz zusammen. Nach Auswertung der Regionalkonferenzen wird der Gesamtentwurf im Herbst 2015 ins Kabinett und anschließend in den Landtag eingebracht werden. Schleswig-Holstein wäre dann das fünfte Bundesland mit einem eigenständigen Spartengesetz für die Bibliotheken.

Die Teilnahme an den Regionalkonferenzen steht allen Interessierten offen. Mehr Informationen gibt es unter www.bibliotheksgesetz.schleswig-holstein.de . Hier ist auch das Eckpunktepapier als Download verfügbar.

Die anderen drei Regionalkonferenzen finden in Lübeck, Norderstedt und Rendsburg statt.