litteraturfest.nu

litteraturfest2015Vom 16. bis zum 19. September findet das diesjährige „litteraturfest.nu“ statt. Das grenzüberschreitende Literaturfestival im deutsch-dänischen Grenzland kommt in diesem Jahr auch wieder nach Husum: Am Donnerstag, 17. September 2015, beginnt um 19.30 Uhr im Dachgeschoss der Stadtbibliothek eine Veranstaltung mit dem schwedischen Bestsellerautor Fredrik Backman. Stefanie Werner, die Übersetzerin seiner Werke, führt durch den Abend. Der Eintritt kostet 8 Euro.

Fredrik Backman, Jahrgang 1981, war Journalist, Blogger und Gabelstaplerfahrer – heute ist er Familienvater und einer der erfolgreichsten Autoren Schwedens. Sein Debüt „Ein Mann namens Ove“ eroberte auch in Deutschland die Herzen der Leser und war hier im Blog einer der Januar-Lesetipps.

Fredrik Backmans zweiter Bestseller "Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid"

Fredrik Backmans zweiter Bestseller „Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid“

Mit seinem zweiten Roman „Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid“ zeigt Backman erneut seine schriftstellerische Vielfalt und hält sich bereits seit Wochen in den oberen Regionen der Spiegel-Bestsellerliste. Beide Bücher sind auf deutsch bei den S. Fischer Verlagen erschienen.

In Schweden hat auch sein drittes Buch schon wieder Platz 1 erreicht. Der Autor lebt mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Kindern in Solna bei Stockholm. In Anlehnung an den Titel seinen zweiten Bestsellers gibt er zu, dass er selbst immer noch daran arbeiten muss, es zu sagen, wenn ihm etwas leidtut.

Eine kleine Nachberichterstattung zur Veranstaltung gibt es hier im Blog.

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Filmtipp des Monats August

Da stimmt etwas nicht, denkt sich der ermittelnde Beamte, als Einbruchsopfer Alan Turing keinerlei Interesse an einer Ermittlung zeigt. Dieser Mann muss doch wohl etwas zu verbergen haben? Die Akte über seinen Kriegsdienst ist jedenfalls streng geheim. War er vielleicht ein Spion? Die Nachforschungen des hartnäckigen Detective Nock bringen mehr als nur ein einziges Geheimnis ans Licht – haben für Turing aber tragische Folgen.

Auf mehreren kunstvoll ineinander verschachtelten Zeitebenen beleuchtet der an wahre Begebenheiten angelehnte Film „The imitation game – ein streng geheimes Leben“ verschiedene Stationen im Leben des Mathematikers Alan Turing. Den größten Raum nimmt dabei die Arbeit für den britischen Geheimdienst ein, wo er während des Zweiten Weltkriegs versucht, den Verschlüsselungscode der „Enigma“-Maschine der Nazis zu knacken. Doch Turing ist nicht nur ein Genie, sondern auch ein Sonderling, dem menschliche Zwischentöne ein ewiges Rätsel bleiben. Das zeigt sich sowohl in Rückblenden auf seine traumatische Schulzeit als auch im Umgang mit seinen Kollegen beim Geheimdienst. Sein größtes Geheimnis hat allerdings mit der „Enigma“ überhaupt nichts zu tun. Aber ausgerechnet dafür wird er von der britischen Gerichtsbarkeit verurteilt; während die Frage, ob seine Taten im Krieg ihn zu einem Helden oder zu einem Monster machen, weder Detective Nock noch der Zuschauer beantworten kann.

Welche filmischen Details hundertprozentig der historischen Wahrheit entsprechen – wer weiß das schon? Doch ob „The imitation game“ nun biographisch korrekt oder sehr fiktiv ausgemalt ist: was bleibt, ist ein durchweg ausgezeichnet besetzter, emotional packender Film, der einen so schnell nicht mehr loslässt.

Hauptdarsteller Benedict Cumberbatch brilliert ebenso arrogant wie verletzlich in der Rolle eines zutiefst einsamen Mannes, der letztlich an den starren Normen einer Gesellschaft zerbricht, in der er nie eine echte Chance auf Akzeptanz hatte. Und wenn Mark Strong in der Rolle seines vorgesetzten Geheimdienstoffiziers lächelnd verkündet: „Wir werden so einen schönen Krieg miteinander haben“, fröstelt es den Zuschauer bis ins Innerste.

The imitation game – ein streng geheimes Leben. USA/Großbritannien, 2014. Regie: Morten Tyldum. Darsteller: Benedict Cumberbatch (Alan Turing), Keira Knightley (Joan Clarke), Matthew Goode (Hugh Alexander), Mark Strong (Stewart Menzies) … 1 DVD (110 Min.). Ab 12 Jahren freigegeben.

Andrea Sondermann

Ferne Häfen

Maritime Fotos von Volkert Bandixen zeigt die Stadtbibliothek noch bis zum 31. Oktober. Die Husumer Nachrichten schrieben über den Fotografen und seine Ausstellung am 06.08.2015 unter dem Titel „Das Hobby zum Beruf gemacht“:

„(…) Das Haus seiner Jugend steht keinen Steinwurf von der Hafenkante entfernt – in der Wasserreihe. Da ist nomen tatsächlich einmal omen: Kein Wunder also, dass sich Volkert Bandixen (51) ein Leben ohne Wasser und Häfen nicht vorstellen kann. Allerdings hält es den langjährigen Fotografen der Husumer Nachrichten schon lange nicht mehr auf der heimischen Scholle. Bei aller Liebe zu Husum und zur Nordsee, die in tausenden von Fotos (…) ihren Ausdruck findet, zieht es ihn immer wieder hinaus aufs Meer – vorzugsweise an Bord eines Kreuzfahrtschiffes, die Kamera immer dabei.

Unter dem Titel „Ferne Häfen“ widmet die Stadtbibliothek Volkert Bandixen (…) eine Ausstellung mit Hafenansichten von A wie Antigua bis V wie Valetta, die maltesische Hafenstadt; vom norwegischen Bergen bis Oranjestadt auf der Antilleninsel Aruba.

Hafen-Bilder in der Totale haben auf den 30 mal 45 Zentimeter großen Farbabzügen ebenso ihren Platz wie beinahe künstlerisch anmutende Spiegelungen einer Hafen-Szenerie in den Fenstern eines Kreuzfahrtschiffes. Und manchmal rückt sogar ein einzelner Mensch in den Fokus des Fotografen. Die Arbeiten stammen sämtlich aus den Jahren 2006 bis 2014, und natürlich hat Volkert Bandixen auf seinen Reisen nicht nur Häfen fotografiert. „Aber ich wollte der Ausstellung ein übergeordnetes Thema geben“, sagt er, „deshalb habe ich mich auf Häfen konzentriert.“ Und die sind bekanntlich so unterschiedlich wie die Orte, in denen sie liegen – sei es in Norwegen, am Mittelmeer oder am Äquator.

Übrigens: Mit dem Fotografieren hat Volkert Bandixen bereits in jungen Jahren begonnen. Doch dass er sein Hobby später einmal zum Beruf machen würde, das konnte er natürlich nicht ahnen. „Aber genau so ist es gekommen“, sagt er.

Am Donnerstag, 20. August, führt Volkert Bandixen ab 17 Uhr selbst durch seine Ausstellung und steht den Besuchern natürlich auch Rede und Antwort. (…) o

Interessierte sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

Halbzeit im FerienLeseClub (FLC)

Noch dreieinhalb Wochen Zeit für den FerienLeseClub in der Stadtbibliothek Husum!

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Alle Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse können am FLC teilnehmen und sich auch jetzt noch anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Bis zum 5. September steht die spezielle FLC-Buchauswahl für Clubmitglieder zur Verfügung. Ob auch für jeden Geschmack etwas dabei ist, prüfte die Klasse 7c der Ferdinand-Tönnies-Schule, als sie zur feierlichen Eröffnung des FLC-Regals die Bibliothek besuchte. Sven Jensen von der Stiftung Husumer Volksbank übergab dabei symbolisch den Scheck an Sabine Articus, die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Stadtbibliothek Husum e.V.

FLCScheckuebergabe

Wir freuen uns sehr über die freundliche Unterstützung des FerienLeseClubs! Herzlichen Dank!

Übrigens haben sich bislang bereits über 200 Teilnehmer für den FLC 2015 angemeldet und rund 1200 Bücher ausgeliehen. Aber auch für alle, die noch dazukommen, steht ausreichend Lesestoff zur Verfügung!

Bis zum 5. September können weiterhin Stempel im Leselogbuch gesammelt werden. Die Teilnahme-Urkunden in Bronze, Silber oder Gold gibt es dann zur Abschlussveranstaltung im Kino Center Husum am 11. September. Welcher Film dabei über die Leinwand läuft, wird jetzt noch nicht verraten. Aber es handelt sich auf jeden Fall um eine Buchverfilmung aus der diesjährigen FLC-Auswahl.

 

Lesetipp des Monats August – Sachbuch

Adam Hart-Davis (Herausgeber): Ingenieure. Auf den Spuren großer Erfinder und Konstrukteure. Aus dem Englischen übersetzt.

Dorling Kindersley, München 2013.

"Ingenieure" von Dorling Kindersley

„Ingenieure“ von Dorling Kindersley

Schwergewichtige Lektüre bietet dieser prachtvolle Bildband, der die Geschichte bahnbrechender Bauwerke und genialer Konstrukteure von den Pyramiden der Antike bis hin zur Weltraumtechnik im modernen Zeitalter schlaglichtartig nachzeichnet.

Herausgeber Adam Hart-Davis erklärt im Vorwort, wie die Auswahl der Bauwerke und ihrer Architekten zustande kam: Es wurde auf „Alltägliches“ eher verzichtet, stattdessen stehen bedeutende Großprojekte der Infrastruktur (wie z.B. Brücken, Schiffe oder Wolkenkratzer) im Mittelpunkt – vom Pantheon in Rom bis zur Manhattan-Brücke -, deren Erbauer oft genug Pionierarbeit in ihrem Fachgebiet leisteten. Und so ist in „Ingenieure“ auch zu lesen, wie nicht nur die römischen Aquädukte, sondern auch Entwicklungen wie Dampfmaschine, Radio, Automobil und die „bewegten Bilder“ die Welt veränderten.

Eine faszinierende Entdeckungsreise, gut erklärt, zusammengefasst und bebildert. Ein im wahrsten Sinne des Wortes goldenes Buch, das sich hervorragend zum Stöbern eignet!

Andrea Sondermann