Erneut vier Sterne für die Stadtbibliothek

Ein komisches Gefühl ist es immer, wenn man sich einem Leistungsvergleich stellt – auch wenn man bereits gute Noten im Gepäck hat. Aber wissen will man es trotzdem und sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Deshalb nahm die Stadtbibliothek Husum auch in diesem Jahr am Bibliotheksvergleich BIX teil (mehr zum BIX steht hier in unserem Bericht vom vergangenen Jahr). Bundesweit beteiligten sich über 200 Bibliotheken und lieferten ihre Statistikdaten zum Vergleich. Am 15. Juli war es endlich soweit: der Deutsche Bibliotheksverband stellte die Ergebnisse vor.

Die Ermittlung der Vergleichsdaten hat sich gelohnt! Zum zweiten Mal gab es für die Stadtbibliothek Husum Gold in allen vier Zieldimensionen (Angebote, Nutzung, Effizienz und Entwicklung). Inzwischen ist auch die Urkunde auf dem Postweg eingetroffen und wird demnächst ihren Ehrenplatz neben den vier Sternen vom letzten Jahr einnehmen.

Wir freuen uns sehr und danken allen unseren treuen Kunden – ohne Sie wäre ein gutes Abschneiden bei der „Nutzung“ nicht möglich!

Und versprochen: auch diesmal werden wir uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen.

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Regionalkonferenz Bibliotheksgesetz

Am 2. Juli fand in der Stadtbibliothek Husum, moderiert von Dr. Martin Lätzel (Referatsleiter Kulturentwicklung im Ministerium für Justiz, Kultur und Europa), eine von vier Regionalkonferenzen zum Bibliotheksgesetz in Schleswig-Holstein statt.

von links: Anke Spoorendonk, Auguste Carstensen-Lenz, Gary Funck

von links: Anke Spoorendonk, Auguste Carstensen-Lenz, Gary Funck

Anke Spoorendonk, Ministerin für Justiz, Kultur und Europa, betonte in ihrem Grußwort die Bedeutung der Bibliotheken und lud das zahlreich erschienene und interessierte Publikum zum Dialog ein.

Bevor Gert Haack (Referatsleiter Kulturelle Bildung im Ministerium für Justiz, Kultur und Europa) das Eckpunktepapier für das Bibliotheksgesetz unter dem Motto „Umblättern: Ein neues Kapitel für die Bibliotheken in Schleswig-Holstein“ anhand einer Power-Point-Präsentation vorstellte, hatte zunächst die Leiterin der Stadtbibliothek Husum das Wort. Auguste Carstensen-Lenz schilderte anhand kurzer Schlaglichter den Werdegang der Stadtbibliothek unter verschiedenen Namen und an verschiedenen Standorten seit der Gründung 1892. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der jetzigen Bibliothek nach dem Umzug ins Nissenhaus im Jahr 2006, die unter anderem mit sehr guten Besucher- und Ausleihzahlen und ihren zahlreichen Angeboten zur Leseförderung überzeugt. (Hier gibt es die Vorstellung der Stadtbibliothek zum Download.)

von links: Gert Haack, Rolf Teucher

von links: Gert Haack, Rolf Teucher

Im Eckpunktepapier zum Bibliotheksgesetz ging es dann um den derzeitigen Stand des Bibliothekswesens in Schleswig-Holstein, die Grundlagen der Finanzierung, die Bedeutung von Bibliotheken (die in den „Kulturperspektiven Schleswig-Holstein“ als „Kerne kultureller Infrastruktur“ bezeichnet werden) und um die Ziele der Gesetzesinitiative. (Hier gibt es das Eckpunktepapier zum Download.)

Moderation: Dr. Martin Lätzel

Moderation: Dr. Martin Lätzel

Anschließend gab es eine Podiumsdiskussion (mit den Redner/-innen Anke Spoorendonk, Auguste Carstensen-Lenz und Gert Haack, sowie mit Gary Funck, dem Vorsitzenden des Kultur- und Bildungsausschusses des Kreises Nordfriesland, und Rolf Teucher, dem Vorsitzenden des Büchereivereins Schleswig-Holstein e.V.), an der sich die Zuhörer/-innen mit vielen Fragen lebhaft beteiligten. (Hier gibt es das Protokoll der Husumer Regionalkonferenz zum Download.)

Einen Überblick über alle vier Regionalkonferenzen gibt es unter www.bibliotheksgesetz.schleswig-holstein.de

Regionalkonferenz Bibliotheksgesetz

Am Donnerstag, 2. Juli 2015, findet um 18.00 Uhr in der Stadtbibliothek Husum eine von vier Regionalkonferenzen zum Bibliotheksgesetz in Schleswig-Holstein statt. (Hier geht es zur Nachberichterstattung im Bibliotheksblog)

RegionalkonferenzHusumDie Landesregierung Schleswig-Holsteins erarbeitet zurzeit ein Bibliotheksgesetz, mit dem die Bibliotheken im Land erstmals über eine eigenständige gesetzliche Grundlage verfügen werden. Im Vorfeld richtet das Ministerium für Justiz, Kultur und Europa in Zusammenarbeit mit Bibliotheken vor Ort im Juni und Juli 2015 vier Regionalkonferenzen aus, auf denen anhand eines Eckpunktepapiers das geplante Bibliotheksgesetz mit Kulturministerin Anke Spoorendonk diskutiert werden kann.

Das Eckpunktepapier fasst grundsätzliche Aussagen zur Struktur und Finanzierung des Bibliothekswesens, zur Bedeutung der Bibliotheken in Schleswig-Holstein und zum geplanten Bibliotheksgesetz zusammen. Nach Auswertung der Regionalkonferenzen wird der Gesamtentwurf im Herbst 2015 ins Kabinett und anschließend in den Landtag eingebracht werden. Schleswig-Holstein wäre dann das fünfte Bundesland mit einem eigenständigen Spartengesetz für die Bibliotheken.

Die Teilnahme an den Regionalkonferenzen steht allen Interessierten offen. Mehr Informationen gibt es unter www.bibliotheksgesetz.schleswig-holstein.de . Hier ist auch das Eckpunktepapier als Download verfügbar.

Die anderen drei Regionalkonferenzen finden in Lübeck, Norderstedt und Rendsburg statt.

Lesen macht Leben leichter

Alpha_KeyVisual_rgb_300dpiDer Flyer zur landesweiten Alphabetisierungskampagne „Lesen macht Leben leichter“ macht es deutlich: „In Deutschland leben 7,5 Millionen deutschsprachige Frauen und Männer, die Probleme mit dem Lesen und Schreiben haben. Das heißt: Ungefähr jeder zehnte Erwachsene hat nicht richtig lesen und schreiben gelernt oder es wieder verlernt. In Schleswig-Holstein sind es rund 250.000 Menschen. (…) Glücklicherweise kann man dieses Problem auch noch im Erwachsenenalter lösen. Es ist nie zu spät, lesen und schreiben zu lernen.“

Es gibt eine Reihe von Hilfsangeboten für Betroffene, zum Beispiel Kurse in kleinen Gruppen an den Volkshochschulen und eine Auswahl an Büchern in leichter Sprache in den Bibliotheken. Unterstützt von den Sparkassen im Land und unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Torsten Albig, ist die Kampagne „Lesen macht Leben leichter“ der Volkshochschulen und der Bibliotheken Schleswig-Holsteins im Februar 2015 gestartet. Auch in Husum nehmen die Stadtbibliothek und die Volkshochschule an diesem Projekt teil.

Die Husumer Nachrichten schrieben dazu am 09.03.2015: „Ziel des Projektes ist es, die Lesefähigkeit von Erwachsenen zu fördern und gleichzeitig das Bewusstsein und Verständnis für die Situation funktionaler Analphabeten zu wecken.“

In diesem Rahmen wurde der bisherige Bestand der Stadtbibliothek an Büchern in einfacher Sprache durch eine Alphabetisierungs-Medienbox ergänzt. Diese Medienbox enthält Bücher und Materialien in leichter Sprache, die ab sofort ausleihbar sind.

Mehr zur Alphabetisierungskampagne unter www.lesen-macht-leben-leichter.de; dort gibt es übrigens auch Filme zu den Themen „Volkshochschulkurse“, „Online-Lernportal“ und „Büchereiangebote“. Das „Bücherei“-Video wurde bei uns in der Stadtbibliothek gedreht – klicken Sie gerne mal rein!

Vier Sterne für Husum

Treue Bibliothekskunden haben das sicherlich geahnt, aber nun ist es offiziell: Die Stadtbibliothek Husum verdient vier Sterne.

Der Deutsche Bibliotheksverband stellte kürzlich die Ergebnisse des bundesweiten Bibliotheksvergleichs BIX vor und zeichnete die Stadtbibliothek Husum in allen vier Dimensionen mit Gold aus. Für den Vergleich wurden die Daten von 280 teilnehmenden Bibliotheken aus ganz Deutschland herangezogen – davon insgesamt 11 Öffentliche Bibliotheken aus Schleswig-Holstein, von denen eine weitere ebenfalls die höchste Auszeichnung erhielt.

Der BIX-Bibliotheksindex ist ein bundesweites Leistungsmessinstrument für Öffentliche und Wissenschaftliche Bibliotheken. Sein Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit von Bibliotheken anhand bestimmter Kennzahlen kurz, prägnant und dennoch in aussagekräftiger Form zu beschreiben. Der BIX wurde 1999 von der Bertelsmann Stiftung und dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. entwickelt. Seit dem Jahr 2005 führt der Deutsche Bibliotheksverband ihn zusammen mit dem Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz) im Rahmen des Kompetenznetzwerkes für Bibliotheken (knb) durch. Die Teilnehmer liefern dafür Statistikdaten zu ihren Angeboten (z.B. Medien, Fläche und Veranstaltungen), zu Nutzung (z.B. Benutzer und Ausleihen), Effizienz (z.B. Besuche pro Öffnungsstunde) und Entwicklungspotential (z.B. Erneuerungsquote des Bestandes, Fortbildungen und Investitionen).

Nur wer die eigenen Stärken und Schwächen kennt, kann noch besser werden. Für die Stadtbibliothek Husum war das der Ansporn, ihre Arbeit mit anderen Bibliotheken zu vergleichen. Dass sie dabei auf Anhieb die begehrten vier Sterne erhielt zeigt, dass sie mit den zur Verfügung stehenden Mitteln einen attraktiven Service für die Bürgerinnen und Bürger bietet. Die bemerkenswertesten Ergebnisse: Die Versorgung mit Literatur und Information in Husum ist überdurchschnittlich gut und die Husumer sind besonders lesefreudig – sie liegen weit über dem Mittelwert. Außerdem legt die Stadtbibliothek einen besonderen Schwerpunkt auf die Leseförderung und führte in diesem Bereich viele Veranstaltungen durch. Die Teilnahme am BIX war für die Stadtbibliothek Husum eine Möglichkeit, ihre Leistungen als kommunales Bildungs- und Kulturzentrum transparent zu machen und offen auf den Prüfstand zu stellen.

Partner des BIX sind die Hochschule der Medien Stuttgart (HdM), das Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) sowie der Verlag Dinges & Frick.