Literaturgruppe

Am Montag, 7. Mai 2018, bespricht die Literaturgruppe ab 16.30 Uhr in der Bibliothek das Buch „Ein untadeliger Mann“ von Jane Gardam.

Interessierte sind herzlich willkommen.

Jane Gardam: Ein untadeliger Mann. Roman. Aus dem Englischen von Isabel Bogdan.

dtv (https://www.dtv.de/), München 2017.

Der Verlag schreibt über das Buch: „Es ist nie zu spät für das Abenteuer des eigenen Lebens
Edward Feathers, einst Kronanwalt in Hongkong, vollendeter Gentleman, und selbst mit achtzig noch ein schöner Mann, scheint ein mühelos erfolgreiches Leben gehabt zu haben, doch wer kannte ihn schon wirklich? Nicht einmal seiner Frau Betty hat er je erzählt, woher das Stottern kommt, das ihn in Augenblicken großer Aufregung noch immer überwältigt. Als Betty stirbt, bewahrt Feathers wie gewohnt Contenance. Doch eines Morgens setzt er sich ans Steuer seines Wagens und fährt los, das eigene Leben zu erkunden.“

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Lesetipp des Monats Februar – Bilderbuch

Poppy Bishop ; Alison Edgson: Gemeinsam Lesen macht Spaß. Aus dem Englischen von Christina Pfeiffer.

Tigerstern (mehr Infos gibt es auf der Facebook-Seite des 360 Grad Verlags: https://de-de.facebook.com/360GradVerlag/), Schriesheim 2017.

Die Freunde Maus, Igel, Fuchs und Hase wohnen zusammen, lieben Geschichten über alles und lesen jeden Abend in ihrem Lieblingsbuch (das dementsprechend mitgenommen aussieht). Leider ist ihr Lieblingsbuch aber gleichzeitig ihr einziges Buch. Mal eine neue Geschichte wäre wirklich toll, doch dafür müsste ein neues Buch her – wie um alles in der Welt sollen sie das denn bekommen? Und woher kommen Bücher überhaupt? „Bücher“, glaubt der Hase, „fallen vom Himmel wie Sternschnuppen.“ Prima, dann sollte ja irgendwo in der Welt etwas zum Lesen herumliegen und nur darauf warten, gefunden zu werden. Also machen sich die Freunde eines Morgens auf die Suche, und tatsächlich: mitten im Gebüsch finden sie ein Drachenbuch. Doch nachdem sie es begeistert durchgelesen haben und sich einig sind, dass dies auf jeden Fall ihre neue Lieblingsgeschichte ist, entdecken sie einen Eintrag ganz vorne im Buch, der ihnen zuvor entgangen war: „Finger weg!“ – das Buch gehört schon jemand anderem, nämlich dem Bären. Enttäuscht bringen sie das Buch zu seiner Adresse, aber der Bär ist nicht zu Hause, und einen Briefkasten, in den das Buch hineinpassen könnte, finden sie auch nicht. Allerdings passt das Buch durchs offene Fenster und die Freunde gleich mit. Im Haus des Bären gehen ihnen die Augen über – so viele Bücher! Prompt können sie ihre Lesebegeisterung nicht länger im Zaum halten und mampfen gleichzeitig ihren Proviant. Das gibt natürlich gewaltigen Ärger, als der Bär zurückkommt – einzubrechen und fremde Bücher mit Marmeladenfingern anzutatschen geht ja wohl gar nicht!!! Doch dass die Freunde nur ein einziges Buch haben findet der Bär dann auch nicht in Ordnung… also dürfen sie weiterlesen – vorausgesetzt, sie waschen sich vorher die Pfoten. Und der Bär stellt fest, dass gemeinsam Lesen viel mehr Spaß macht als alleine.

Freundlich gezeichnetes Bilderbuch mit vielen herzigen Details für Bücherliebhaber – unter anderem, dass eine der wichtigsten Regeln, die der Bär für seine neu gegründete Bibliothek aufstellt, „Marmeladenbrote bleiben draußen!“ lautet. Damit auch alle noch ganz lange etwas von seinen vielen tollen Büchern haben.

Klare Empfehlung für dieses Bilderbuch: Lesen! Am besten natürlich gemeinsam.

Andrea Sondermann

 

Literaturgruppe

Am Montag, 12. März 2018, bespricht die Literaturgruppe ab 16.30 Uhr in der Bibliothek das Buch „Was vom Tage übrig blieb“ von Kazuo Ishiguro.

Interessierte sind herzlich willkommen.

„Was vom Tage übrig blieb“ von Kazuo Ishiguro
(c) Heyne

Kazuo Ishiguro: Was vom Tage übrig blieb. Roman. Aus dem Englischen von Hermann Stiehl.

Heyne (Programm siehe unter https://www.randomhouse.de/), München 2016.

Der Verlag schreibt über das Buch: „Stevens dient als Butler in Darlington Hall. Er sorgt für einen tadellosen Haushalt und ist die Verschwiegenheit in Person: Niemals würde er auch nur ein Wort über die merkwürdigen Vorgänge im Herrenhaus verlieren. Er stellt sein Leben voll und ganz in den Dienst seines Herrn. Auch die vorsichtigen Annäherungsversuche von Miss Kenton, der Haushälterin, weist er brüsk zurück. Viele Jahre lang lebt ergeben in seiner Welt, bis ihn eines Tages die Vergangenheit einholt. Das kritische Portrait einer von Klasse und Hierarchien geprägten Gesellschaft und eine bittersüße Liebesgeschichte, erzählt von einem, der seinen Stand nie hinterfragt und der nie auch nur geahnt hat, dass er liebte.“

Kazuo Ishiguro erhielt den Nobelpreis für Literatur 2017.

Literaturgruppe

Am Montag, 22. Januar 2018, bespricht die Literaturgruppe ab 16.30 Uhr in der Bibliothek das Buch „Landnahme“ von Christoph Hein.

Interessierte sind herzlich willkommen.

Christoph Hein: Landnahme. Roman.

Suhrkamp Verlag (http://www.suhrkamp.de/), Frankfurt am Main 2005.

Der Verlag schreibt über das Buch: „Bernhard Haber ist zehn, als er 1950 mit seinen Eltern aus Breslau in eine sächsische Kleinstadt kommt, wo man Vertriebene und Ausgebombte lieber heute als morgen wieder abreisen sähe. Zwar werden Handwerker gebraucht, und Bernhards Vater ist Tischler, aber die Einheimischen bestellen ihre Möbel natürlich nicht bei dem Fremden.
Dem Jungen begegnet man in der Schule nicht viel besser, sich durchbeißen und immer wieder Schläge einstecken – das erkennt er rasch als den einzigen Weg. Daß Bernhard nach der 8. Klasse eine Tischlerlehre beginnt, wundert niemanden, eher schon, daß er später zeitweise als Karusselbesitzer sagenhaft viel Geld verdient. Peter Koller, der in einem selbstgebauten Auto zahlende Gäste nach Westberlin gebracht hat und dafür ein paar Jahre ins Gefängnis muß, weiß genauer, woher Bernhards Wohlstand stammt, aber er verpfeift ihn nicht.
Überhaupt hat Haber Glück mit den Leuten um sich herum: mit seiner Frau Friederike, die ihn anhimmelt, mit seiner Schwägerin Katharina, die ihm beigebracht hat, was Liebe ist, mit dem Sägereibesitzer Sigurd, der dafür sorgt, daß Bernhard als Tischlermeister in den Kegelklub aufgenommen wird, wo die Selbständigen sich treffen, um den nötigen Einfluß auf die Politik des Ortes zu nehmen … vor 1989 und erst recht in den wilden Jahren danach.

Christoph Hein erzählt die Lebensgeschichte Bernhard Habers über fast fünfzig Jahre aus der Sicht und mit den Stimmen von fünf Wegbegleitern. Es ist der Lebenslauf eines Außenseiters in der Provinz, der mit der großen Geschichte scheinbar nichts zu tun hat und doch den Verlauf deutscher Geschichte vom zweiten Weltkrieg bis zur Jahrtausendwende exemplarisch spiegelt.“

Literaturgruppe

Am Montag, 27. November 2017, bespricht die Literaturgruppe ab 16.30 Uhr in der Bibliothek das Buch „Transit“ von Anna Seghers.

Interessierte sind herzlich willkommen.

„Transit“ von Anna Seghers
(c) Aufbau Taschenbuch

Anna Seghers: Transit. Roman.

Aufbau Taschenbuch (http://www.aufbau-verlag.de), Berlin 1993 (Erscheinungsjahr dieser Ausgabe).

Der Verlag schreibt über das Buch: „Flüchtlinge aus allen Ländern Europas treffen 1940 zu Tausenden in Marseille ein. Sie hetzen nach Visa, Stempeln, Bescheinigungen, ohne die sie den Kontinent nicht verlassen können. Im Chaos der Stadt, in den Cafés, auf der Jagd von Behörde zu Behörde kreuzen sich ihre Wege. Unter ihnen der Ich-Erzähler, der eine schmerzliche Liebe zu der Frau durchlebt, die rastlos ihren Mann sucht, an dessen Tod sie nicht glauben will. Mit falschen Papieren und – durch Zufall – mit der Hinterlassenschaft jenes Toten ausgestattet, erhält er durch glückliche Umstände eine Passage nach Übersee. Doch er gibt sie zurück. Auf ihrer eigenen Odyssee von Marseille nach Mexiko – unmittelbar unter dem Eindruck ihrer persönlichen Erlebnisse – begann Anna Seghers an diesem Roman zu arbeiten. Dennoch spiegelt er die Ereignisse nicht einfach wider, sondern ist ein Werk großer Kunst und Künstlichkeit, voll Ironie, Spiel und scheinbarer Leichtigkeit.“

Schriftwelten

Husumer Schulen stellen in der Stadtbibliothek aus

Die Ausstellung Schriftwelten zeigt inspirierende Arbeiten der Schülerinnen und Schüler aus weiterführenden Schulen in Husum, die auf vielfältige Weise zu dem Thema „Schrift“ und „Buch“ im Kunstunterricht gearbeitet haben.

In der Ferdinand-Tönnies-Schule entstanden zum Beispiel Textcollagen aus Zeitungen und Zeitschriften, die Arbeitsweisen von Herta Müller nachempfunden sind, oder Transferarbeiten bei denen Texte mit Acrylfarben auf Holz übertragen wurden.

In der 11. Klasse der Theodor-Storm-Schule haben Schülerinnen und Schüler Buchobjekte gestaltet, indem sie eine Geschichte verbildlicht oder eine Verfremdung vorgenommen haben, die auf die Literatur Bezug nimmt. Zu „Romeo und Julia“ z.B. wird die bekannte Balkon-Szene mit Figuren, Balkon und Brunnen im Buch nachempfunden.

Das Thema „Liebesbriefe“ wurde ebenfalls in der TSS kreativ bearbeitet. Zunächst wurden Briefe in „Geheimschrift“ (Sütterlin) geschrieben, anschließend Bilder zum Thema (Briefe lesen und schreiben) von Vermeer van Delft betrachtet, nachinszeniert und fotografiert.

Im Kunstprofil der Hermann-Tast-Schule entstanden kalligrafische Übermalungen von Körperfotografien, die an Tätowierungen erinnern, und eine Art Verschmelzung von Innen- und Außenwelt zeigen.

Die faszinierende Welt der chinesischen Kalligrafie war Unterrichtsthema in der Gemeinschaftsschule Nord, von der auch Collagen und Linolschnitte gezeigt werden.

Die Stadtbibliothek bietet diesen facettenreichen Arbeiten in der Ausstellung Schriftwelten den perfekten Raum, ein Besuch lohnt sich.

Die Ausstellung läutet für die Stadtbibliothek ein besonderes Jahr ein: Im November 2017 gibt es seit 125 Jahren in Husum eine Öffentliche Bücherei – weitere Veranstaltungen zu diesem Jubiläum sind für das kommende Frühjahr geplant.

Die Eröffnung der Ausstellung „Schriftwelten“ findet am Donnerstag, den 02.11.2017 um 19.00 Uhr in der Stadtbibliothek Husum, Herzog-Adolf-Str. 25, statt. Interessierte sind herzlich willkommen!

Zu sehen sind die Werke der Schülerinnen und Schüler vom 02.11.2017 bis einschließlich 30.01.2018 während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek.

Literaturgruppe

Am Montag, 4. September 2017, bespricht die Literaturgruppe ab 16.30 Uhr in der Bibliothek das Buch „Ruhm“ von Daniel Kehlmann.

Interessierte sind herzlich willkommen.

„Ruhm“ von Daniel Kehlmann
(c) Rowohlt-Taschenbuch-Verlag

Daniel Kehlmann: Ruhm. Ein Roman in neun Geschichten.

Rowohlt-Taschenbuch-Verlag (https://www.rowohlt.de/), Reinbek bei Hamburg 2010.

Der Verlag schreibt über das Buch: „Ein Schriftsteller mit der unheilvollen Neigung, Menschen, die ihm nahestehen, zu Literatur zu machen, ein verwirrter Internetblogger, ein Abteilungsleiter mit Doppelleben, ein berühmter Schauspieler, der lieber unbekannt wäre, eine alte Dame auf der Reise in den Tod: Ihre Wege kreuzen sich in einem Geflecht von Episoden zwischen Wirklichkeit und Schein. Ein Spiegelkabinett voll unvorhersehbarer Wendungen– komisch, tiefgründig und elegant erzählt vom Autor der «Vermessung der Welt».“