Filmtipp des Monats März

Weihnachtsfilme gibt es bekanntermaßen viele – aber nach Filmen, in denen der Osterhase eine entscheidende Rolle spielt, muss man schon mächtig suchen. Daher passend zu den Feiertagen der Filmtipp „Die Hüter des Lichts„. Mit dem wohl coolsten Osterhasen aller Zeiten. Und mit Weihnachtsmann. Aber der Reihe nach:

Gemeinsam beschützen die Zahnfee, der Osterhase, der Sandmann und der Weihnachtsmann im Auftrag des Mondes als „Hüter des Lichts“ die Hoffnungen und Träume der Kinder. Einen gefährlichen Schwachpunkt haben sie dabei: wenn die Kinder den Glauben an sie verlieren, dann verlieren die Hüter des Lichts im Gegenzug ihre Kräfte. Ebendies geschieht, als der finstere Pitch kurz vor Ostern mit einem Heer aus Albträumen die Welt erobern will. Die Hüter brauchen dringend Unterstützung, und der Mond hat bereits einen geeigneten Kandidaten ausgewählt: Jack Frost. Dieser ist aber besonders dem Osterhasen und den Yetis des Weihnachtsmannes bislang eher als Unruhestifter aufgefallen. Können die Hüter Jack trotzdem überzeugen, sich ihnen anzuschließen?

Als Zuschauer liebt man den Außenseiter Jack übrigens von Anfang an, lacht und leidet mit ihm und rätselt über seine geheimnisvolle Vergangenheit. Liegt dort vielleicht der Schlüssel zu seiner Berufung als Hüter des Lichts?

Für den computeranimierten Film aus den Hause Dreamworks spricht bereits die geniale stimmliche Originalbesetzung u.a. mit Alec Baldwin, Chris Pine, Isla Fisher und nicht zu vergessen Hugh Jackman als Stimme des Osterhasen! Aber auch storytechnisch bietet „Die Hüter des Lichts“ rasante, witzige, gefühlvolle und tiefgründige Handlung. So ein schöner Film! Der auch beim zehnten Anschauen kein bisschen langweilig wird.

Die Hüter des Lichts. USA, 2012. Regie: Peter Ramsey. 1 DVD (93 Min.). Ab 6 Jahren freigegeben.

Andrea Sondermann

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Filmtipp des Monats April

Neu auf DVD aus dem Hause Disney ist „Ralph reicht’s“ – ein entzückender Film nicht nur für Kinder, der den Zuschauer in die Welt der Arcade-Spiele entführt.

„Randale“-Ralph ist der „Bösewicht“ aus dem Spiel „Fix it Felix jr.“, eigentlich gar kein so übler Job, wenn ihn seine Kollegen nicht auch noch nach Feierabend für den Bösen halten würden. Deshalb haust er allein auf der Müllkippe und wird nicht einmal dann zur Party eingeladen, als das Spiel 30. Geburtstag feiert. Auch die Selbsthilfegruppe der „Anonymen Bösewichte“ baut ihn nicht wirklich wieder auf. Einmal Held sein – das wär’s!

Also schwänzt Ralph nach 30 Jahren zum ersten Mal seinen Job, um sich in einem anderen Spiel die große Heldenmedaille zu verdienen. Das geht allerdings mächtig nach hinten los: mitsamt Heldenmedaille und bösartigem Käfer legt Ralph eine Bruchlandung im „Sugar Rush“ hin, wo ihm die zuckersüße Vanellope seine schwerverdiente Medaille klaut, um damit ihre Teilnahme am großen Autorennen zu bezahlen. Aber wenn Ralph nicht pünktlich in sein eigenes Spiel zurückkehrt, wird es für immer abgeschaltet! Kein Wunder, dass sich der besorgte Felix an seine Fersen heftet.

Ralph trifft derweil mit Vanellope die Abmachung, ihr beim Autorennen zu helfen, sehr zum Unwillen des Königs, der Vanellope um jeden Preis an der Teilnahme zu hindern versucht. Von allen unbemerkt beginnt der bösartige Käfer im Untergrund von „Sugar Rush“ sein zerstörerisches Werk. Schon bald steht nicht mehr nur die Existenz von „Fix it Felix jr.“ auf dem Spiel …

Mit „Ralph reicht’s“ haben sich die Filmemacher wieder einmal selbst übertroffen. Sie haben die Videospiel-Charaktere nicht nur per Computeranimation zum Leben erweckt, sondern ihnen so viel Seele eingehaucht, dass man als Zuschauer mitfiebernd und gebannt, lachend und weinend vor dem Fernseher sitzt. Hut ab, Disney!

Völlig zu Recht war „Ralph reicht’s“ für den diesjährigen Oscar als bester animierter Film nominiert. Als nette Zugabe findet sich auf der DVD außerdem der Kurzfilm „Im Flug erobert“ (engl.: Paperman), der übrigens den Oscar als bester animierter Kurzfilm sozusagen im Sturm gewonnen hat.

Andrea Sondermann