125 Jahre Stadtbibliothek

125 Jahre Stadtbibliothek – ein Grund zum Feiern!

(c) Zauberer Tutti

Seit dem 5. November 1892 gibt es in Husum eine öffentliche Bibliothek: Die „Volksbibliothek“ wurde vom „Verein für Volkswohl“ mit 200 Bänden für eine kostenpflichtige Ausleihe sonnabends von 20 – 21 Uhr gegründet. Über verschiedene Standorte – in der Warteschule (heute: Altenbegegnungsstätte), im Alten Rathaus, im Nissenhaus und von 1953 bis 2006 in der Kreisberufsschule als „Zentralbücherei Westküste“ – entwickelte sich die Husumer Bibliothek kontinuierlich weiter.

Seit dem Umzug in den Erweiterungsbau des Nissenhauses in der Herzog-Adolf-Straße 25 können die Besucherinnen und Besucher in hellen, modernen Räumlichkeiten ihre Medien ausleihen.

Die Stadtbibliothek Husum, die seit 2014 vollständig zur Stadt Husum gehört, ist ein beliebter Ort der Begegnung, an dem die Besucherinnen und Besucher gerne länger verweilen, Bücher, Zeitungen oder Zeitschriften lesen, die digitalen Angebote sowie das Internet und (seit 2016) auch freies W-LAN nutzen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche vielseitige Veranstaltungsangebote für Kinder (wie z.B. den Ferienleseclub, Autorenlesungen, Vorlesenachmittage) und für Erwachsene (wie z.B. die Kulturnacht, Autorenlesungen und Vorträge, Kunstausstellungen oder die Literaturgruppe).

(c) In2Parts

Anlässlich des 125jährigen Bestehens bietet die Stadtbibliothek am Freitag, 09.03.2018, ab 14.30 Uhr ein buntes Nachmittagsprogramm zum Mitfeiern.

Um 15.00 Uhr wird gemeinsam mit dem Bürgermeister Herrn Schmitz die Geburtstagstorte angeschnitten. Für Kinder gibt es eine Schminkecke und Zauberer Tutti zaubert in der Kinderbibliothek. Eine Kreativecke lädt zum Basteln ein und literarische Figuren flanieren durch das Haus.

(c) Nino Moritz

Ab 16.00 Uhr trägt Nino Moritz im Lesecafé im Dachgeschoss Texte rund um Bücher und das Lesen vor. Dazu musizieren Julia und Louisa Mohr als Duo „In2Parts“.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Advertisements

Lesetipp des Monats Mai – Fantasy-Roman

Naomi Novik: Das dunkle Herz des Waldes. Aus dem Amerikanischen von Marianne Schmidt.

cbj (Programm unter https://www.randomhouse.de/), München 2016.

„Das dunkle Herz des Waldes“ von Naomi Novik

Zusammen mit mehreren anderen kleinen Dörfern liegt der Heimatort der siebzehnjährigen Agnieszka in einem eigentlich sehr beschaulichen Tal – doch jenseits des Flusses befindet sich der Dunkle Wald, dessen böse Magie stetig versucht, sich weiter auszubreiten. Zum Glück wird das Tal vom Zauberer „Drache“ beschützt, der in einem einsamen Turm lebt. Alle zehn Jahre holt er eine Siebzehnjährige aus den Dörfern, die für ihn arbeiten soll. Diesmal wird die Wahl auf Agnieszkas beste Freundin Kasia fallen, da sind sich alle ganz sicher, denn Kasia ist schön, anmutig und tapfer. Was für ein Schock, als der „Drache“ sich widerwillig für die tollpatschige Agnieszka entscheidet! Warum bloß? Agnieszka ist fassungslos und fühlt sich im Turm des Zauberers völlig fehl am Platz – umso mehr, weil er behauptet, dass sie selbst magische Kräfte besitzt und er deshalb verpflichtet ist, sie auszubilden. Sie aber will seine Magie gar nicht lernen! Doch dann ruft ihr Dorf um Hilfe, während der „Drache“ gerade anderswo ein Ungeheuer bekämpfen muss. Todesmutig packt Agnieszka einige Elixiere des Zauberers zusammen und seilt sich aus dem Turmfenster ab, um ihre Familie, Nachbarn und Freunde zu retten…

… und dies ist nur der Anfang einer wendungsreichen, unvorhersehbaren Geschichte, die Agnieszka bis tief ins dunkle Herz des Waldes führen wird.

Autorin Naomi Novik webt ihr Buch aus einem nahezu magischen Garn, in dem die Atmosphäre osteuropäischer, undurchdringlicher Märchenwälder eingefangen ist und sich mit Intrigen und blutigen Schlachten epischer Fantasy-Romane verbindet. Sehr fesselnder Lese(sucht)stoff für Fantasy-Freunde und furchtlose Märchenfans.

Andrea Sondermann

Filmtipp des Monats April

Magie zum Mitdenken versprüht der Film „Die Unfassbaren – Now you see me„. Die Zauberkünstler Daniel, Merritt, Jack und Henley erhalten unabhängig voneinander Einladungen zu einem geheimnisvollen Treffen. Ein Jahr später stehen sie gemeinsam als die „vier Reiter“ in Las Vegas mit einer spektakulären Show auf der Bühne, als deren Höhepunkt sie Geld aus einem Banktresor in Paris verschwinden und in Vegas wieder auftauchen lassen. Das ruft natürlich das FBI auf den Plan. Aber ob Agent Dylan mit diesem Fall das große Los gezogen hat? Die Magier rauben ihm im Verhör den letzten Nerv, die hübsche Interpol-Agentin Alma mischt sich in seine Ermittlungen ein und er muss sich von Thaddeus Bradley belehren lassen, der in einer eigenen Fernsehsendung die Tricks anderer Zauberer enthüllt. Derweil steht der nächste Auftritt der „vier Reiter“ bereits vor der Tür …

Doch sind die Shows vielleicht nur Illusion und verbergen in Wahrheit ein viel größeres Geheimnis? Und hat das alles etwas mit einem Zauberer namens Lionel Shrike zu tun, der vor 30 Jahren bei einem misslungenen Trick ums Leben kam, oder ist es Zufall, dass sein Name immer wieder bei den Ermittlungen auftaucht? Wie jeder gute Magierfilm hat auch „Die Unfassbaren – Now you see me“ mehr als nur einen doppelten Boden.

Bis in die Nebenrollen glänzend besetzt (Michael Caine ist wie immer ein Erlebnis, und Morgan Freeman gibt den Thaddeus mit wahrhaft königlicher Herablassung) überzeugt der Film durch sein spielfreudiges Ensemble und lädt zum Miträtseln ein.

Die Unfassbaren – Now you see me. USA, 2013. Regie: Louis Leterrier. Darsteller: Jesse Eisenberg (Daniel), Mark Ruffalo (Dylan), Woody Harrelson (Merritt), Isla Fisher (Henley), Dave Franco (Jack) … 1 DVD (121 Min.). Ab 12 Jahren freigegeben.

Andrea Sondermann